Silberpflege

Warum läuft Silber überhaupt an?

Angelaufenes Silberbesteck

Angelaufenes Silber kennt fast jeder, der dieses Edelmetall sein Eigen nennt. Es zeigt sich in einem bräunlich-schwarzen Farbton, der nicht besonders schick aussieht. Aber warum ist das eigentlich so?

Chemisch ausgedrückt: Schwefelwasserstoff (Elementsymbol H2S) greift die Oberfläche von Silber an, es oxidiert. In der Luft, die wir einatmen, ist Schwefelwasserstoff in geringen Mengen enthalten, aber auch in Lebensmitteln wie Eiern oder Fisch. Daher rührt auch die Redewendung „Es riecht nach faulen Eiern“, denn Schwefelwasserstoff riecht bei entsprechender Konzentration eben nach faulen Eiern. Dies ist auch der Grund, warum z.B. Silberbesteck beim Verzehr von eihaltigen Speisen deutlich schneller anläuft, da hier die Konzentration an Schwefelwasserstoff deutlich höher ist, als dies bei normalem Gebrauch der Fall wäre.

Das im Silber enthaltene Silbersulfid reagiert mit dem Schwefelwasserstoff aus der Luft. Es entsteht die bekannte bräunlich-schwarze Färbung, das Silber ist angelaufen. Diese Ablagerungen sind aber in keiner Weise giftig, sie sind nur unschön in der Optik.

Der beste Tipp, um Ihr Silber vor dem Anlaufen zu schützen, ist die Kombination aus regelmäßigem Gebrauch und der Verwendung von schonenden Silberputzmitteln. Nur so haben Sie langfristig Freude an Ihrem Edelmetall.

Am besten eignet sich diese Methode natürlich für Besteck aus Silber oder Silberbecher. Durch den Gebrauch und das anschließende Abspülen wird die Oberfläche des Silbers wieder rein und es bilden sich nicht so schnell neue Ablagerungen.